A fool with a tool is still a fool

10. Juli 2015
Winald Kasch

Oder: „Een Dösbaddel mitn warktüüg is immer nochn Dösbaddel“, wie man bei uns im Norden sagt.

Gut, ich kann diese Feststellung auch nicht mehr hören. Ich dachte bis vor einigen Jahren, dass ich sie aus meinem Gebrauch streichen könnte. Zu sehr wurde das in meinem Umfeld inflationär eingesetzt.

Jetzt muss ich feststellen, dass der Ausdruck im Umfeld von Arbeiten 4.0 für mich wieder größere Bedeutung bekommt.

Viele Beiträge in Blogs, z.B. die des Blogs Arbeiten 4.0, beschäftigen sich mit der Dynamisierung von Märkten, Kundenanforderungen und Mitarbeiteranforderungen, hervorgerufen durch dem Wunsch nach digitaler Transformation und Industrie 4.0, durch Wettbewerbs- und Innovationsdruck, durch den demographischen Wandel, Generation XYZ, Digital Natives, usw. Und, egal wie wir das nennen, was da draußen ist. Die wirklich wichtige Erkenntnis ist, dass es da draußen ist, und dass es das Drinnen, nämlich alles im Inneren des Unternehmens, beeinflusst. Und dass, wenn Unternehmen das Draussen nicht antizipieren können, ihr Erfolg endlich sein wird.

Damit Unternehmen erfolgreich ihren Zweck erfüllen, haben sie sich eine Organisation geschaffen, die mit Strukturen, Werkzeugen und Methoden ausgestattet ist. Die sind so gestaltet und implementiert, dass die Organisation möglichst effizient ihren Zweck erfüllen kann. Dabei benutzt die überwiegende Anzahl von Unternehmen ein tayloristisch geprägtes Denkmodell ihrer Organisation. Die Wissenschaftler Glasl/Lievegoed nennen es das „differenzierte“ Modell, denn es teilt die Arbeit auf, in Abteilungen, Bereiche, Stellen und vergibt Verantwortungen in die definierten Teile. Es ist das, was wir gemeinhin unter einer Hierarchie, einem Top-Down- oder command-and-control Modell kennen. Auch die Matrixorganisation gehört dazu. Wesentlich ist die Idee, dass durch die Aufteilung von Arbeit und Verantwortung effizient gearbeitet werden kann.

D.h., möglichst ohne Interessenkonflikte, ohne Entscheidungsstau, ohne Verantwortungswirrwarr, ohne dauernder Überlastung einzelner Teile, ohne nicht-erfüllbare Kundenwünsche, ohne Mangel an Kapazitäten und Mitarbeitern.

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