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Ein Experiment: Der 1. Wiener Leadership Kongress

11.11.2015, Winald Kasch

„Life is like riding a bicycle, to keep the balance you have to keep moving.“ Life is like riding a bicycleSo stand es an meiner Zimmertür des Wiener Hotels, in dem wir für den 1. Wiener Leadership Kongress untergekommen sind. Das hat mich als leidenschaftlichen Radfahrer sehr erfreut. Dazu kam dann das eigentliche Zimmer, das mit uminterpretierten Fahradteilen glänzte: Ein zum Klopapierhalter umgebauter Gepäckträger, Fahrradkörbe für Socken und Unterwäsche, ein ausrangiertes Hinterrad als Garderobe. Es gibt keine Zufälle. Und damit war der Start in den Kongress für mich gelungen. Gepäckträger Als mich Karin Weigl im Januar kontaktierte und mir erzählte, dass sie einen Kongress in Wien zum Thema Leadership veranstalten möchte und mich gerne dabei hätte, sagte ich Ja und dachte spontan an den 30er-Jahre Film „Der Kongress tanzt“, Wien um 1815 zur Zeit der europäischen Neuordnung. Neuordnung kann das Thema Leadership sicher auch gebrauchen. Karins Idee war gut, denn sie fand weitere MitstreiterInnen. Wir alle verständigten uns im Laufe der ersten Skype-Calls darauf, den Kongress als eine Co-Kreation zu entwickeln. So kamen unterschiedliche Ideen zu Ablauf, Formaten und Inhalten auf, die wir alle versuchten im Zaum zu halten. Als Orientierungshilfe für den Ablauf des Kongresses entschieden wir uns für ein Experiment und orientierten uns an Otto Scharmers „Theorie U“. Der Kern der Idee war, dass alle TeilnehmerInnen den Veranstaltungstag unter Aspekten lebendiger Führung, in unserem Sinne also emergent und dynamik-robust, erleben. Die Veranstaltung sollte alle TeilnehmerInnen von Anfang bis Ende mit zu einem aktiven Teil des Kongresses machen. Ziel waren eine passende Mischung aus Theorie und Praxis und konkret beschriebene Experimente für den Alltag von Führungskräften. Das scheint geglückt zu sein. Hier der O-Ton einer Teilnehmerin: „Besten Dank für dein (…) Denkmodell. Bei uns im Team haben wir viel mit komplexen Problemen zu tun. Und wir scheitern immer wieder, da wir dann komplexe Antworten auf die Probleme erzeugen wollen. Du hast mir sehr geholfen, in dem du gezeigt hast, dass die Antwort auf komplexe Probleme Experimente sind.“ Winald Kasch

PS: Der Vorabend war das einzige Zugeständnis an die klassischen Formate eines Kongresses. Er wurde eröffnet vom österreichischen Vizekanzler a.D. und Schirmherren des Senats der Wirtschaft, Herrn Dr. Busek, der ganz im Lichte seiner ehemaligen politischen Ämter den Bogen zum Thema Leadership und Veränderung über Europa und andere Teile der Welt spannte. Prof. Hans A. Wüthrich, einer der Autoren des Buches Musterbrecher, schloss mit einem Vortrag zu den Erkenntnissen seiner jahrelangen Forschung bei Musterbrecher-Unternehmen an. (Achtung Werbung: Es folgt ein noch Hinweis. Heute, am 11.11.15, hat der neue Musterbrecher-Film Premiere in München. Und wir sind dran … Stay tuned!)

PPS: Es gibt jetzt auch eine „offizielle“ Nachlese zum Kongress: hier.

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