Selbstorganisation und Segelhelden

22. Mai 2015
Winald Kasch

ORGANEO Prüsse Segelhelden

Vor einiger Zeit stellte sich Calle, Heiko, Christian und mir die Frage, wie man ein Training zum Thema „Selbstorganisation von Teams“ so gestaltet und durchführt, dass bei allen TeilnehmerInnen wirklich was hängenbleibt. Und zwar abseits der klassischen Teambuilding-Events mit dem Motto „Wir sitzen alle in einem Boot“. Das sind doch immer lustige und erlebnisreiche Tage, wenn man sich als Team oder Abteilung inkl. Chef auf einem Segelboot näher kennenlernt.

Nur, was bleibt da wirklich hängen am Team? Arbeitet das Team am nächsten Tag anders, besser, effizienter, freudvoller, streitlustiger, selbstorganisierter? Nein!

Also, was machen? Die Storyline stand relativ schnell im Raum:

  1. Teilnehmer sollen Erfahrungen zum Verhalten von Teams in dynamischen Situationen machen und sollen sich selbstorganisiert und mit Restriktionen das notwendige Wissen zum Segeln beibringen und in die Praxis umsetzen, sprich segeln.
  2. Segeln als das richtige Transportmittel, weil es voller Überraschungen, mit unmittelbarem Feedback, hoher Transparenz in Erfolge und Fehler, und vielen anderen Merkmalen selbstorganisierter Arbeit ausgestattet ist.
  3. … und hey, wir haben hier mit Heiko und Calle die creme de la creme des Hamburger Segelsports am Start.

Nach einigen Wochen Vorbereitung fand dann letztens die Generalprobe des Trainings statt. 9 TeilnehmerInnen waren interessiert, mehr über Selbstorganisation in Teams und Segeln zu lernen.

Was für ein Probelauf! Was für ein Tag!

Kirsten W.: „Lohnend, erlebnisreich, teamfördernd für die gemeinsamen Stunden vor Ort, anstrengend, (heraus-)fordernd, neu und anders. Sehr gute Vorbereitung, Lernstationen ganz klar und eindeutig, gutes Material, klare Kommunikation von Euch Trainern/der Leitung, gute Mischung aus ORGANEO und Segelschule, gutes Timing. Wirklich gut!!!“

Dennis L.: “ … Auf jeden Fall war es ein ganz anderes Erlebnis von Teamarbeit, als ich es von einem Seminar oder Workshop erwartet hätte … Permanentes Verlassen der Komfortzone gehört dazu und es gibt keinen Vorgesetzten mehr, den man für die Misere (sei es die eigene oder die der Organisation) verantwortlich machen kann, oder den man um eine Anweisung bitten kann. …“

Moritz A:: „Ich hab gestern Nacht im Bett kurz vorm einschlafen noch das Schaukeln der Wellen im Körper gespürt :-)). Tolles Erlebnis, vielen Dank, dass ich dabei sein konnte. Wird nachhaltig mir in Erinnerung bleiben!“

Julia A.: „… Mir ist an diesem Tag einmal mehr deutlich geworden, welche Kräfte und welches Wissen in einem Team stecken. So etwas ist nur möglich, wenn jeder sich ein Stück weit außerhalb seiner eigenen Komfortzone bewegt, Ängste und Unsicherheiten überwindet und „einfach mal macht“. Wenn Fehler zwingend dazugehören, weil nur so Lernen von- und miteinander stattfinden kann. Einen Rahmen herzustellen, in dem so etwas möglich, ist die eigentliche Herausforderung … Euch ist das gelungen!“

Und wer das nächste Mal dabei sein möchte, mag sich hier gerne anmelden.

 

 

 

 

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